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Aktion Löwenmama

Die Diagnose Krebs traf uns wie ein Schlag und ich wusste nicht, wie hart die kommende Zeit werden würde, die vor uns lag.
Nicht nur, dass unser jüngstes Kind gerade 9 Monate alt, um sein  Leben kämpfte, nein - Weihnachten stand auch vor der Tür.
Mit zwei weiteren Kindern 3 und 15 Jahre jung, die natürlich von den Sorgen und Ängsten nur einen Bruchteil von dessen mit bekamen, hat  Weihnachten eine ganz andere Bedeutung bekommen.

Die Idee, Weihnachten mit Kindern im Krankenhaus glücklicher und etwas sorgenfreier zu gestalten, nahm immer größere Formen an. Ich wollte glücklich machen, nachdem verständlicherweise auf der Station nicht für jedes Kind bzw. Geschwisterkind ein passendes und gewünschtes Geschenk vorhanden war. Der Gedanke, jedes kranke und das dazugehörige Geschwisterkind bzw. Kinder nach ihren ganz persönlichen Wünschen zu fragen, um sie zu beschenken, ließ mich nicht mehr los. Und so holte ich eine Liste und notierte schon im darauf folgenden Jahr alle Wünsche der kranken Kinder und fing an zu sammeln.

Es war echt unglaublich, aber ich schaffte es schon im ersten Jahr, alle gesammelten Wünsche zu erfüllen und Dank der vielen Spenderinnen und Spendern ist es bis heute so geblieben. Diese ersten 5 Jahre ging ich noch von Geschäft zu Geschäft, um alles zu bekommen. Dies wurde aber leider zu mühsam, weil die Inhaber  der Geschäfte schon das Weite suchten, als Sie mich mit der Liste entdeckten …

(;-) denn ich konnte sehr hartnäckig sein)….

Danach hatte ich die Idee mit den Geschenketischen, da ich meine Spender auf keinen Fall verlieren wollte….
Ich ließ von dem Jahr an in den verschiedenen  Spielwarengeschäften die Wünsche der Kinder auf Tische stellen und die Leute konnten diese Wünsche bzw. Geschenke kaufen. Sie wurden bezahlt und eingepackt, mit Namen der Kinder versehen und von meiner Familie und mir abgeholt und am Heiligen Abend dann in verschiedene Krankenhäuser verteilt.

Mittlerweile schon in 9 verschiedenen Krankenhäusern. Die Tische stehen in Höxter, Steinheim, Nieheim, Beverungen, Holzminden, Detmold, Brakel, Göttingen und hoffentlich bald in noch vielen anderen Städten. Denn mein großer Wunsch ist es, dass in ganz Deutschland solche Tische stehen und aus dieser Aktion eine Stiftung wird, denn das Leuchten der Kinderaugen, wenn sie für eine kurze Zeit von ihrer Krankheit abgelenkt werden, ist einfach nur wunderschön und unbezahlbar! Nach meiner Familie ist das das größte Geschenk, welches ich selbst bekommen habe.

Danke an alle fleißigen Helfer und Spender. Danke an meine Familie, dass sie diese Aktion mit mir schon seit 12 Jahren zusammen tragen und helfen, glücklich zu machen - eine Aufgabe, für die ich sehr dankbar bin, sie machen zu dürfen!